Vierter behindertenpolitischer Stammtisch in Stendal

Der mittlerweile für behindertenpolitische Fragen zur Tradition gewordene Stammtisch, fand am Montag, den 2. März 2020 zum vierten Mal in Stendal statt. Zum Thema „Möglichkeiten für ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderung im Jahr 2020“ trafen sich Experten der Behindertenpolitik aus Stendal und Sachsen-Anhalt in der Kleinen Markthalle.

Annett Melzer (Foto links), Vorstand der LIGA der Interessen- und Selbstvertretung von Menschen mit Behinderungen in Sachsen-Anhalt e. V., widmete sich in einem Vortrag den verschiedenen Möglichkeiten für ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderung im Jahr 2020. Hier thematisierte sie unter anderem das Persönliche Budget, die Persönliche Assistenz und schnitt die dritte Reformstufe des Bundesteilhabegesetzes an. Diese ist seit dem 1. Januar 2020 in Kraft. Für die Persönliche Assistenz forderte Annett Melzer eine Zertifizierung der Assistenten, da der Assistent beispielsweise bei einer 24-Stundenassistenz teilweise mit intimen Bedürfnissen, wie z. B. Toilettengängen, konfrontiert ist. Nicht jeder könne das vollumfänglich leisten. Aus diesem Grund ist eine Zertifizierung notwendig. Dies wurde auch von Dr. Christian Walbrach (Foto rechts außen), dem Beauftragten für die Belange der Menschen mit Behinderung im Land Sachsen-Anhalt, sowie Marcus Graubner (Foto 2. von rechts), Bundesvorsitzender des Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland und stellvertretender Vorsitzender des Inklusionsbeirates im Landkreis Stendal, befürwortet.

Mit ungefähr 30 Gästen war der behindertenpolitische Stammtisch damit abermals sehr gut besucht.

______________________

Auch der MDR berichtet mit einem Beitrag: 
https://www.mdr.de/sachsen-anhalt/stendal/stendal/behindertenpolitischer-stammtisch-kleine-markthalle-100.html