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Malteser Magdeburg

Einsegnung der neuen Malteser Wache auf dem Gelände des Uniklinikums Magdeburg

24.10.2019

Am Dienstag, den 22. Oktober weihte der Malteser Hilfsdienst seine neue Wache auf dem Gelände des Uniklinikums Magdeburg ein. Bereits seit Juli 2004 übernehmen die Malteser den Interhospitaltransport am Standort. Die aktuelle Ausschreibung läuft vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2025 und forderte erstmalig eigene Räumlichkeiten. Aus diesem Grund zog die Malteser Wache Ende 2018 auf dem Gelände des Uniklinikums in eine provisorische Unterkunft. Die alte Wache, eine Baracke in Leichtbauweise, wurde Anfang 2019 abgerissen und an derselben Stelle bis zum Oktober 2019 in Modulbauweise wiedererrichtet.

„Wir können mit der neuen Wache heute einen nahezu perfekten Dienstort zur Verfügung stellen, der den aktuellen Bedürfnissen und modernsten Standards des Interhospitaltransports angepasst wurde“, erklärt Thomas Glückstein, Diözesan- und Bezirksgeschäftsführer des Malteser Hilfsdienstes. Er ergänzt: „Uns ist das tägliche und arbeitsintensive Pensum an diesem Standort bewusst. Diese Intensität des Interhospitaltransports weist kein anderer Standort der Malteser auf.“

Zukünftig finden in der 310 m2 großen Wache 68 Personen rollierend im Schichtdienst Platz. Die Malteser Wache ist für den Interhospitaltransport täglich 24 Stunden besetzt. Die Einsätze umfassen Untersuchungsfahrten, Verlegungen, Intensivtransporte sowie Transporte von Blutkonserven und Laborproben innerhalb des Universitätsklinikums in Magdeburg. Für die Leistungserbringung stehen 14 Fahrzeuge zur Verfügung. Im Durchschnitt finden jährlich etwa 60.000 Transporte statt, davon circa 35.000 Patientinnen und Patienten.

Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff nahm ebenfalls an der Eröffnung und Einsegnung teil und freute sich über die Malteser als starken Partner am Standort des Universitätsklinikums und den Neubau der Wache. „Die Malteser befinden sich seit vielen Jahren qualitativ höchstwertig am Markt“, so Reiner Haseloff.

Weiterer Höhepunkt war die Präsentation des neuen Hybrid-Krankentransportwagen. Dieser wurde von Ingenieuren der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg gemeinsam mit dem Schönebecker Unternehmen Ambulanz Mobile GmbH & Co. KG entwickelt. Grundlage ist ein eDrive-Modul, das emissionsfreie Einsatzfahrten ermöglicht. Der hybride Antrieb besteht dabei aus einem Dieselmotor im Frontbereich und einem Elektromotor an der Hinterachse. Der Elektromotor wird über zusätzliche Batteriebänke mit einer Speicher-kapazität von 24 kW/h mit Energie versorgt. So kann der Krankentransportwagen mit dem herkömmlichen Antrieb fahren, aber auch rein elektrisch. Da die maximale Reichweite des Elektroantriebes bei nur etwa 70 Kilometern liegt, ist der für den Regelbetrieb nur im E-Modus begrenzt, jedoch für innerstädtische Fahrten oder im Klinikbereich geeignet.

„Der Mensch ist ja bekanntlich der Sand im Getriebe der Natur. Das Thema der Nachhaltigkeit wird uns grundsätzlich in allen Lebensbereichen immer stärker beschäftigen. Der Hybrid-Krankentransportwagen soll dabei langfristig einen Beitrag zum Umweltschutz leisten“, berichtet Thomas Glückstein.  Im zweiten Quartal 2020 wird dann erstmals ein Hybrid-Krankentransportwagen im Rahmen einer Testphase von sechs bis acht Wochen von den Maltesern für einen emissionsfreien Interhospitaltransport am Uniklinikum eingesetzt werden. Auch Reiner Haseloff ist gespannt auf die Ergebnisse: „Letztendlich soll das auch der Einstieg für die nächsten Jahre sein. Denn die Klimaziele in Deutschland insgesamt können wir auch nur unter Einbeziehung der medizinischen Dienstleitungen realisieren.“

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